Der Digestif

Branntweine aus Wein

Weinbrand
Als Weinbrand wird Branntwein aus Wein genannt. Nach dem Brennen (Destillieren) wird der Weinbrand gelagert. Farbe und Aroma werden während der Lagerung ausgeprägt.

Es werden verschiedene Weinbrände unterschieden:

Deutscher Weinbrand
Meist werden Weine aus französischen Trauben verwendet.

Cognac
Cognac ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Nur der Weinbrand, der aus der Provinz Charente rund um die Stadt Cognac stammt, darf als Cognac benannt werden. Cognac reift mindestens 30 Monate, in der Regel lagert er aber mindestens drei Jahre. Cognac ist ein Verschnitt unterschiedlich lange gelagerter Destillate, nur so kann eine gleichbleibende Qualität sichergestellt werden.

 
Qualitätsstufen bei Cognac:

Cognac V.S. (very superior) oder *** bietet eine gute Qualität bei einer Lagerzeit von mindestens 3 Jahren. In der Regel hat diese Qualitätsstufe eine Lagerzeit von 5 bis 9 Jahren.

V.S.O.P. (very superior old pale)
Das jüngste Destillat ist mindestens 4 Jahre alt. Diese Klassifikation hat jedoch in der Regel eine durchschnittliche Lagerzeit von 12 – 20 Jahren.

Réserve, Napoléon, Extra old (X.O.) oder Royal
Cognac dieser Qualität hat eine Mindestlagerzeit von 6 Jahren. Einige Brände dieser Qualität lagern über 40 Jahre.

Armagnac
Der Wein für die Herstellung des Armagnacs darf ausschließlich aus der französischen Gascogne stammen. Wesentlicher Unterschied, der letztendlich diesem Weinbrand seinen typischen Geschmack verleiht, ist ein anderes Brennverfahren als bei der Cognacherstellung.

Brandy
Die Heimat von Brandy ist Italien, Griechenland und Spanien. Gelagert wird Brandy mindestens ½ Jahr. Geschmacklich unterscheidet sich Brandy von den anderen Weinbränden – er ist süßlicher und schwerer als seine französischen Verwandten.

Serviertipp
Weinbrände gehören nicht in den Kühlschrank! Getrunken werden Weinbrände zimmerwarm. Damit der Weinbrand sein Aroma richtig entfalten kann, sollten Sie ihn in bauchigen Schwenkgläsern (Cognacschwenker) servieren.