April, April

Lassen Sie sich in den April schicken

Wer kennt das nicht? Am 1. April tauchen in Zeitungen Nachrichten auf, die auf den ersten Blick zwar durchaus glaubhaft klingen, bei näherem Hinsehen aber maßlos überzogen und ganz und gar nicht glaubwürdig sind. Oder ein lieber Freund tischt Ihnen an diesem Tag besonders glaubhaft eine Lüge auf. Fallen Sie darauf herein, dann hat man Sie „in den April geschickt“.
Es ist kaum zu glauben, aber der Ursprung des Aprilscherzes geht vermutlich bis ins 16. Jahrhundert, vielleicht sogar noch weiter zurück. (Kein Aprilscherz!) Woher genau die Tradition zum 1. April kommt, ist jedoch nicht vollends geklärt. Es gibt dennoch einige durchaus glaubwürdige Herleitungen. So ist überliefert, dass im Jahr 1564 mit einer Kalenderreform der Jahresbeginn vom 1. April auf den 1. Januar verlegt wurde. Diejenigen, die aus Unwissenheit weiterhin am 1. April Neujahr feierten, wurden verspottet.
Ein anderer Erklärungsversuch besagt, dass Heinrich der IV. von Frankreich, der sich gerne mit jungen Frauen traf, an einem 1. April von seiner Gemahlin quasi auf frischer Tat ertappt wurde. Heinrich der IV. glaubte in aller Heimlichkeit eine unbekannte junge Frau zu treffen, stattdessen fand er seine eigene Gemahlin vor, die dieses Zusammentreffen inszeniert hatte und ihn daraufhin verspottete.
Eine andere noch viel weiter in die Vergangenheit reichende Erklärung für den 1. April könnte aus dem alten Rom kommen. Hier wurde vermutlich am 1. April ein Narrenfest zu Ehren der Göttin Venus gefeiert, bei dem man sich gegenseitig Streiche spielte.
Es gibt weitere unzählige Begründungen, woher der Brauch um den 1. April stammt. Eines steht jedoch fest. Das Aprilwetter, das, wie ein Narr macht, was es will, ist keine Erklärung für den 1. April. Den gibt es nämlich auch in den südlichen Ländern, wo auch im Frühjahr schon gutes Wetter herrscht. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den April!