Besonders die Herkunft, ökologische, ethische,  nachhaltige und soziale Aspekte  erlangen immer mehr Beachtung. Die Klimabewegung und ein zunehmendes Umweltbewusstsein sorgt dafür, dass immer mehr Menschen ihr Verbraucherverhalten überdenken.

Jeder weiß es – Kaffee ist das liebste Getränk der Deutschen. Kaffee ist jedoch nicht gleich Kaffee. Die Industrie zaubert immer wieder neue Trends, die für ein abwechslungsreiches Geschmackserlebnis sorgen. Doch nicht nur hinsichtlich der Geschmäcker zeichnen sich neue Trends ab. Durch die dritte Welle (third wave coffee) wandelt sich gerade das komplette Verbraucherverhalten. In den 60er Jahren kam es zur ersten Welle des Kaffees. Kaffee wurde den Menschen immer zugänglicher, da immer mehr Kaffeehäuser eröffneten. Die zweite Welle folgte durch Eröffnung zahlreicher Premium-Cafés durch bekannte Unternehmen, wie Starbucks. Nun befinden wir uns mitten in der dritten Welle der Kaffee-Evolution. Wir entwickeln ein zunehmendes Bewusstsein für hochwertige Spezialröstungen, besondere Bohnen und innovative Brühverfahren.

Kaffefilter

HANDFILTER

Was Du benötigst:
Wir empfehlen Dir unsere Filterkaffees
Handfilter |  Papierfilter |  Kaffeemühle
Kaffeekännchen o. „Server“Wasserkocher mit „Goose Neck“ |  Feinwaage

Die Kaffeezubereitung mit dem Handfilter ist zeit-los, einfach und schnell. Mit der richtigen Technik erhältst Du ein großartiges Ergebnis – der Kaffee überrascht mit klaren, kräftigen Aromen. Beim Auf-brühen von Hand kannst Du alle wichtigen Faktoren der Zubereitung gut kontrollieren. Hierzu zählt neben der verwendeten Kaffeemenge auch die Wassertemperatur sowie die Geschwindigkeit und Gleichmäßigkeit des Aufgießens. Auch moderne Filterkaffeemaschinen schaffen es einen ausgewogen Filterkaffee zu brühen, aber nur mit dem Handfilter hast Du alle Faktoren selbst in der Hand.

1. Wähle einen mittleren Mahlgrad. Damit kommt es zu einer gleichmäßigen Extraktion und der Kaffee kann sein Aroma voll entfalten. Kaffeemühlen oder Handmühlen gibt es bereits für unter 50 €. Der Geschmack wird Dich begeistern!

2. Finger weg von kochendem Wasser! Die ideale Wassertemperatur liegt für die meisten Zubereitungsformen bei 92 –  96  °C. Ist das Wasser heißer, schmeckt der Kaffee bitter bis beißend. Ist das Wasser kälter als 85 °C, schmeckt der Kaffee wässrig bis sauer. Tipp: Lass das Wasser nach dem Aufkochen ca. 1 Minute ruhen.

3. Setze den Papierfilter in den Handfilter ein. Spüle ihn mit gekochtem Wasser durch, um den leichten Eigengeschmack des Papierfilters zu entfernen. Schütte das Wasser anschließend wieder aus.

4. Gib den frisch gemahlenen Kaffee in den Papierfilter. Die Dosierung ist und bleibt jedoch eine Sache des Geschmacks.

5. Feuchte das Kaffeepulver mit Wasser an, bis es vollständig bedeckt ist. Warte 30 Sek. und schau zu, wie der Kaffee zu quellen beginnt – dies nennt man „Blooming“ (übersetzt: Aufblühen). Die kleinen Bläschen, die nun auftreten können, sind Gase, die aus dem Kaffee entweichen.

6. Gieße den Handfilter nach dem Blooming weiter mit Wasser auf. Gib das Wasser in kreisenden Bewegungen dazu. Gieße anschließend nur noch einen dünnen Strahl in die Mitte, um das Wasserniveau zu halten.

FRENCH PRESS

Was Du benötigst:
Kaffee |  French Press |  Kaffeemühle
Wasserkessel |  Feinwaage

Schon lang zählt die French Press (auch Pressstempelkanne) zu den beliebtesten Zubereitern für Kaffee. Die Kanne ist einfach zu bedienen, schnell zu reinigen und benötigt keinen Filter. Die French Press gehört zu den „Full Immersion“ Kaffeebereitern: Das Kaffeepulver ist hier durchgehend mit Wasser in Kontakt, bevor es später durch einen Filter getrennt wird. Der Kaffee zeichnet sich durch seinen besonderen Körper aus, da das Metallsieb die im Kaffee enthaltenen Fette und Öle – anders als ein Papierfilter – bei der Zubereitung nicht herausfiltert.

1. Verwende einen mittleren Mahlgrad (etwas gröber als der Mahlgrad für den Handfilter) – so wird Dein Kaffee gehaltvoll mit vielen Nuancen.

2. Am besten wärmst Du die Glaskanne vorab mit heißem Wasser vor. So bleibt dein Kaffee länger warm.

3. Starte nun mit dem Brühvorgang, indem Du das Wasser zügig aufgießt.

4. Rühre den Kaffee nach dem Aufgießen um, damit das Kaffeepulver gleichmäßig im Wasser verteilt wird und die Kaffeearomen optimal herausgelöst werden können. Setze den Deckel auf und drücke ihn leicht herunter, sodass das Kaffeepulver, das sich an der Oberfläche abgesetzt hat, ins Wasser hineingedrückt wird.

5. Die ideale Zubereitungszeit beträgt 4 Minuten. Rühre nach 3,5 Minuten zweimal um und schöpfe den Schaum ab. Drücke dann den Siebstempel herunter und achte darauf, dass du langsam und gleichmäßig drückst.

6. Eingießen und genießen! Unsere Empfehlung: Fülle den restlichen Kaffee einfach in eine (vorgewärmte) Kaffee- oder Thermoskanne um.


FUN FACT: Die Erfindung verdanken wir einem glücklichen Zufall: Um 1800 soll ein Franzose vergessen haben, seinen Kaffee zusammen mit Wasser aufzukochen, was zu der Zeit gängige Praxis war. Zu faul von vorne zu beginnen, hat er das heiße Wasser über den Kaffee gegossen und den Kaffee mit einem Sieb gefiltert. Et voilà, die French Press war geboren.

ESPRESSOKOCHER

Was Du benötigst:

Espresso oder Kaffee |  Espressokocher

Espressomühle oder Kaffeemühle

Mit dem Espressokocher (auch Herdkanne) zelebrierst Du Kaffeezubereitung nach echt italienischer Art. Je nach Vorliebe, kannst Du im Espressokocher sowohl Kaffeebohnen als auch Espressobohnen verwenden.

1. Heize das Wasser vor. Der Grund: Wenn Du die Kanne direkt auf die Herdplatte setzt, erhitzt das Metall zu stark. Ein bitterer Kaffee mit metallischem Beigeschmack wäre die Folge.

2. Achte darauf, den Kaffee für den Espressokocher etwas gröber als für die Espressomaschine zu mahlen. Verwende so viel Kaffeepulver, dass der gesamte Filter gefüllt werden kann.

3. Fülle das vorgeheizte Wasser in den Wasser-behälter, bis kurz unter das Ventil.

4. Setze den Filter ein und fülle diesen vollständig mit Kaffee. Achte darauf, das Kaffeepulver nicht anzudrücken.

5. Stelle die Herdplatte auf mittlere bis starke Hitze. Zu hohe Temperaturen verbrennen den Kaffee und führen zu einem bitteren Nachgeschmack.

6. Ausgelöst durch das nach oben tretende Wasser, kommt es – sobald der Kaffee sichtbar wird – zu einem sprudelnd-zischenden Geräusch. Nimm die Kanne direkt vom Herd, sobald der Kaffee kontinuierlich in den oberen Teil läuft. So vermeidest Du, dass der Kaffee verbrennt.

 

TIPP
Wärme Deine Espressotasse mit dem restlichen heißen Wasser vor. So bleibt Dein Espresso länger warm.