Allrounder in der Küche

Was kann man mit ihnen nicht alles machen: Kochen, braten, backen, frittieren, überbacken, füllen … Die knolligen Multitalente sind in der Küche vielseitig einsetzbar und ganz nebenbei unglaublich lecker und gesund. Wer denkt Kartoffel ist gleich Kartoffel, der liegt falsch. Es soll über 4.000 Kartoffelsorten weltweit geben. Kultiviert sind in Deutschland rund 200 Sorten. 

Wir stellen Dir 6 beliebte Sorten vor

LINDA

Kartoffelsorte


Längliche, ovale Form mit gelber Schale. Das Fruchtfleisch ist gelb. Sie schmeckt cremig und eignet sich besonders für Salz- oder Pellkartoffeln. Linda lässt sich gut lagern.

LAURA

Kartoffelsorte


Ihre rote Schale macht sie zu etwas Besonderem. Das Fruchtfleisch ist gelblich und ihr Geschmack ist eher mild-cremig. Sie zählt zu den vorwiegend-festkochenden Sorten und eignet sich perfekt für Aufläufe.

BAMBERGER HÖRNCHEN

Kartoffelsorte


Längliche, krumme Kartoffel, deren Fruchtfleisch hellgelb ist. Sie schmeckt nussig, würzig und ist eher festkochend, also perfekt für Kartoffelsalat.

VITELOTTE

Kartoffelsorte


Sie ist auch als Blaue Kartoffel oder Trüffelkartoffel bekannt. Ihre Form ist eher länglich, die Schale dunkel und sehr rau. Das Fruchtfleisch ist violett durchzogen und ein echter Hingucker auf jedem Buffet.

PRINCESSE AMANDINE

Kartoffelsorte


Die Princesse Amandine hat eine längliche Form und eine helle, zarte Schale. Das Fruchtfleisch ist hell-gelblich und ihr Geschmack ist leicht und zartschmelzend. Da sie festkochend ist, eignet sie sich besonders für Salzkartoffeln, Gratins oder Bratkartoffeln.

SIEGLINDE

Kartoffeln Sieglinde


Länglich ovale Kartoffel mit gelblicher Schale. Das Fruchtfleisch ist gelb und geschmacklich eher kräftig. Sie eignet sich prima für Kartoffelsalat.

WELCHE KARTOFFEL FÜR WELCHES GERICHT?

Kartoffeln können nach ihrer Kocheigenschaft unterschieden werden. Der Stärkegehalt der runden Knolle ist maßgeblich, ob sie mehlig kochend, vorwiegend festkochend oder festkochend ist.

MEHLIG KOCHEND

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Mehlig kochende Kartoffeln haben  einen hohen Stärkegehalt. Beim Kochen zerfallen sie und werden mehlig und weich. Sie eignen sich deshalb für Püree, Suppen und Knödel.

VORWIEGEND FESTKOCHEND

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Vom Stärkegehalt her liegen die vorwiegend festkochenden Kartoffeln zwischen den beiden anderen Sorten. Sie sind nach dem Kochen im Inneren noch recht fest, die Schale hingegen platzt auf. Pellkartoffel, Bratkartoffel, Gratins oder auch Knödel oder Pommes gelingen mit ihnen bestens.

FESTKOCHEND

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Den geringsten Stärkegehalt haben festkochende Kartoffeln. Dadurch bleiben sie nach dem Garen fest und lassen sich gut schneiden. Sie sind die richtigen Knollen für Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln.

WAS STECKT IN DER KARTOFFEL

Grundsätzlich enthält die Kartoffel wertvolles Eiweiß und Ballaststoffe. Sie hat an sich wenig Kalorien und ist nahezu fettarm. Zudem liefert sie viel Vitamin C, Vitamin B1 und Kalium, das den Wasserhaushalt in unserem Körper reguliert.

Tipp

Grüne Stellen – weg damit! Bei zu warmer Lagerung bekommen Kartoffeln grüne Stellen. Dort bildet sich giftiges Solanin, das nach dem Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Daher immer die grünen Stellen wegschneiden.

TIPP

Die runden Knollen sollen nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Sie sollten kühl (ca. 10 °C) und dunkel lagern, zudem sollte der Lagerplatz gut belüftet sein. Kartoffeln nicht mit Obst zusammen lagern.

Schon gewusst?

Hierzulande werden durchschnittlich 55 kg Kartoffeln pro Person im Jahr gegessen!

Kumpir

Kumpir kommt aus dem Türkischen und bedeutet übersetzt Ofenkartoffel. Für Kumpir werden große, mehlig kochende Kartoffeln verwendet. Als Topping eignen sich gebratene Pilze, Zwiebeln, geriebener Käse, Sour Cream, Mais, Paprika, Tomaten … Eigentlich braucht man für Kumpir kein Rezept. Einfach einen Klecks Butter in die noch heiße, leicht aufgeschnittene Kartoffel, garniert mit Deinem Lieblings-Topping und genießen. Wer’s nicht ohne kann – hier unser Lieblings-Kumpir mit Rezept: