Tipps für Gastronomie, Hotellerie & Co. in Zeiten der Corona-Krise #supportyourlocals

Was kann man als Gastronom oder Hotel tun, wenn man nicht dem normalen Tagesgeschäft nachgehen kann:

• Gutscheine anbieten

• Abhol- & Bestell-Service

• Reduzierung von Personalkosten

• Finanzielle Hilfe anfordern

• Über andere Hilfsmittel informieren (Kooperationspartner, Lieferanten, Produzenten)

#supportyourlocal

Du hast treue Gäste, die dich unterstützen möchten?
Informiere sie über die verschiedenen Möglichkeit, deinem Betrieb zu helfen: über den Kauf von Gutscheinen sowie die Bestellung zur Abholung oder Lieferung!
Es wurden bereits zahlreiche Initiativen gestartet, bei denen sich Menschen für ihre lokale Gastronomie stark machen. Nach dem Motto #supportyourlocals wird dazu aufgerufen, seinem Lieblingsrestaurant, Café oder Bar jetzt den Rücken zu stärken.
Mach auch du deine Gäste darauf aufmerksam und rufe zu Solidarität auf (Website, Newsletter, Social Media etc.).
Tipp: Ihre Gutscheine sind vielfältig einsetzbar! Schlage deinen Gästen doch z. B. über Social Media vor, Gutscheine zu verschenken – so können sie deinen Betrieb unterstützen und gleichzeitig den Liebsten eine Freude machen.

Personalkosten reduzieren

Einen großen Teil der Kosten für Gastronomen und Hoteliers machen die Personalkosten aus – müssen die Öffnungszeiten eingeschränkt werden oder der Betrieb sogar ganz geschlossen werden, stellen sich einige Fragen rund um Ihre Mitarbeiter und wie Sie vorgehen können.
Hier einige Möglichkeiten, die du nutzen kannst:

a. Arbeitszeitkonto
Plusstunden nutzen, Überstunden abbauen oder vorerst Minusstunden aufbauen. Voraussetzung hierfür ist ein Arbeitszeitkonto.

b. Urlaub
Urlaub anordnen, Mitarbeiter in einem persönlichen Gespräch überzeugen

c. Betriebsbedingte Änderungskündigung
Grundsätzlich liegt das Risiko von Einnahmeausfällen – auch im Falle unabwendbarer Ereignisse („höhere Gewalt“) – beim Arbeitgeber. Eine betriebsbedingte Änderungskündigung (Reduzierung der Stundenzahl) ist in Ausnahmefällen möglich. Wichtig: Beachte hierbei unbedingt die Bestimmungen des Kündigungsschutzgesetzes.

d. Freistellung / Vergütungspflicht?
Im Home Office besteht weiterhin Vergütungsanspruch. Grundsätzlich trägt der Arbeitgeber das sogenannte Wirtschaftsrisiko/Betriebsrisiko. Das betrifft wahrscheinlich auch den Fall, in dem wegen Auftrags- oder Absatzmangels der Betrieb technisch weitergeführt werden kann. Dann muss der Arbeitgeber weiterhin das Arbeitsentgelt zahlen, auch wenn er die Arbeitsleistung nicht benötigt. In solchen Fällen ist aber ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Siehe auch 2. Lohnfortzahlung im “Corona-Fall”.

e. Kurzarbeitergeld
Ordnen Sie als Arbeitgeber Kurzarbeit an, entfällt für die Zeiten der Arbeitsausfälle die Vergütungspflicht.
Voraussetzungen:

die Arbeitsausfälle sind vorübergehend,
können nicht abgewendet werden und
beruhen auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis.
Kurzarbeitergeld können Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit beantragen.

Finanzielle Hilfen

Um die schwere Zeit zu überbrücken, gibt es einige Finanzhilfen und Unterstützung für Unternehmen. Wir haben hier ein paar davon zusammengetragen.

• KfW-Unternehmer- wie auch ERP-Gründerkredite
Sie sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

• Förderprogramme
Die Landesförderinstitute bieten ergänzend zinsgünstige Betriebsmittelfinanzierungen an. Einzelheiten sind bei den Förderinstituten der Länder zu erfragen. Weitere Informationen findet man auch über die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums.

• Bürgschaften
Für Unternehmen, die bis zur Krise tragfähige Geschäftsmodelle hatten, können Bürgschaften für Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden. Bis zu einem Betrag von 2,5 Millionen Euro werden diese durch die Bürgschaftsbanken bearbeitet – darüber hinaus sind die Länder beziehungsweise deren Förderinstitute zuständig. Bürgschaften können maximal 80 Prozent des Kreditrisikos abdecken, das heißt, die jeweilige Hausbank muss mindestens 20 Prozent Eigenobligo übernehmen. Eine Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben bis 2,5 Millionen Euro kann schnell und kostenfrei auch über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.
Zu Betriebsmittelkomponenten in den Förderkrediten der Länder für Gründer und KMU und Exportgarantien verweisen wir auf die Website des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Weitere Hilfen und gegenseitige Unterstützung

Es gibt auch andere Möglichkeiten sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Nachbarn, Freunde, die Stammgäste oder auch Lieferanten, Produzenten und Kooperationspartner können eine Unterstützung sein.
Einige bieten kostenlose Services an oder informieren online zu hilfreichen Themen. Wiederum andere bieten Alternativen zum sonstigen Angebot an und glänzen mit Online-Seminaren oder Ähnlichem.

Informiere dich doch einfach mal, sofern dir nicht schon Hilfe von eben solchen angeboten wurde. Menschen sind besonders in dieser Zeit äußerst hilfsbereit.

#supportyourlocal
Zusammenhalten & aufeinander achten!

Die Inhalte dieser Website wurden uns zur Verfügung gestellt von gastronovi, wofür wir uns herzlich bedanken! Weitere Informationen zu finden auf gastronovi.com