Obst & Gemüse

Was macht Obst und Gemüse eigentlich so besonders? Warum ist es so gesund und wo genau liegt der Unterschied zwischen Obst und Gemüse? Vom Apfel bis zur Zitrone, von der Aubergine bis zur Zwiebel: Obst & Gemüse locken nicht nur geschmacklich mit großer Vielfältigkeit. Laut einer Studie des Amtes für Ernährung und Gesundheit verzehren wir Deutschen rund 70 Kilogramm Obst sowie über 100 Kilogramm Gemüse jährlich pro Kopf. Während beim Obst ganz klar der Apfel als Vorreiter beim beliebtesten Obst zählt, sind beim Gemüse vor allem Tomaten & Möhren beliebt. Aber was macht Obst und Gemüse eigentlich so besonders? Warum ist es so gesund und wo genau liegt der Unterschied zwischen Obst und Gemüse? Diese und weitere Fragen beantworten wir euch in unserem Beitrag.

Obst oder Gemüse: Was ist der Unterschied?

  • Botanische Unterscheidung
  • Definition aus dem Gartenbau
  • Zuckergehalt
  • Zubereitung
  • Fazit
Zitrone

Pilze: Weder Obst, noch Gemüse

  • Wie werden Pilze definiert?



     
Pilz

Warum sind Obst und Gemüse so gesund?

  • Inhaltsstoffe
  • Wie viel Obst und Gemüse sollte man täglich verzehren?

     
Apfel

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Obst oder Gemüse: Was ist der Unterschied?

Bekommen wir einen Apfel vorgesetzt, würde wohl niemand behaupten, dass es sich hierbei um Gemüse handelt. Ebenso wenig würde jemand eine Möhre als Obst bezeichnen. Was auf den ersten Blick klar und kinderleicht erscheint, wird schwieriger, umso genauer man sich damit beschäftigt. Denn ganz so eindeutig wie wir glauben, ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse eben nicht.

Botanische Unterscheidung

Bereits hier könnte bei dem ein oder anderen Verwirrung entstehen. Zieht man den Begriff der “Frucht” hinzu, bezeichnet man damit alles, was aus einer befruchteten Blüte entsteht. Da diese Eigenschaft sowohl auf Orangen und Birnen als auch auf Tomaten und Auberginen zutrifft, würde man bei allem streng genommen von Früchten sprechen, wobei man Tomaten und Auberginen als Fruchtgemüse klassifiziert.

Als Gemüse bezeichnet man demnach eigentlich nur alle essbaren Pflanzenteile außer den Früchten, weshalb man dieses primär in Blatt- und Blattstielgemüse, Wurzel- und Knollengemüse, Zwiebelgemüse und Hülsenfrüchte unterteilt.

 

 

Unterscheidung nach dem Zuckergehalt

Häufig wird der Unterschied auch an der Süße bzw. am Zuckergehalt ausgemacht. Tendenziell ist dieser beim Obst nämlich deutlich höher, weshalb man mit Obst einen eher süßen Geschmack in Verbindung bringt. Messen lässt sich das anhand dieses Kriteriums allerdings trotzdem nicht, da eine solche „Zuckergrenze” sehr willkürlich erscheint und auch bei Gemüse kann durch Züchtung bestimmter Sorten ein süßes Aroma erzielt werden.

Definition aus dem Gartenbau

Auch der Gartenbau liefert eine mögliche Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse, indem nach der Pflanzengruppe unterschieden wird. Während Früchte, die von verholzenden Pflanzen (Bäume und Sträucher) stammen, als Obst bezeichnet werden, spricht man von Gemüse bei Früchten von krautigen Pflanzen.

Auch beim Vegetationszyklus der Pflanzen kann man hier Anhaltspunkte zur Unterscheidung heranziehen. Obst wächst in der Regel eher an mehrjährigen Pflanzen, bei denen man auch über Jahre hinweg immer wieder neue Früchte ernten kann. Gemüse wächst hingegen meist an einjährigen Pflanzen, bei denen immer wieder neu ausgesät werden muss. Aber auch hier handelt es sich ebenfalls um ein Unterscheidungskriterium, das nicht in Stein gemeißelt ist, da es auch hier einige Ausnahmen gibt (beispielsweise Spargel).

Unterscheidung nach Art der Zubereitung

Ein ähnlich ungenaues Kriterium gibt die Art der Zubereitung ab, denn auch hier sind die Übergänge oft fließend. Zwar würde man sagen, dass Gemüse meist gekocht und als Teil von Hauptmahlzeiten und Obst meist roh als Snack konsumiert wird. Gleiches kann aber auch für sehr viele Gemüsesorten gelten, ebenso wie auch Obstsorten wie Äpfel gegart werden können. So gibt auch die Art der Zubereitung bzw. des Konsums kein verlässliches Kriterium ab.

Wie trifft man nun also eine genaue Entscheidung?

Trotz verschiedenster möglicher Unterscheidungskriterien ist eine eindeutige wissenschaftliche Definition bei Obst und Gemüse nicht möglich, da zahlreiche Ausnahmefälle keine klare Abgrenzung möglich machen. In den meisten Fällen wird daher eine Mischdefinition verwendet, die nach mehreren Kriterien abwägt und sich von Fall zu Fall unterscheiden kann. 

OBST

  • Apfel
    wird meistens roh gegessen
  • ist meistens der Fruchtkörper, der an derselben Mutterpflanze jährlich nachwächst
  • ist geschmacklich meistens süß

GEMÜSE

  • Gemüse
    geerntet wird eher die Pflanze bzw. Teile der Pflanze
  • wurde geerntet, muss meist neu gepflanzt werden

Da in unserem allgemeinen Sprachgebrauch beim Großteil aller Obst- und Gemüsesorten eine Abgrenzung aber fest verankert ist, könnte man auch sagen, dass sich der Unterschied am ehesten als kulturell festgelegte Konvention verstehen lässt.

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Pilze: weder Obst noch Gemüse

Steinpilze, Pfifferlinge, Champignons, Austernpilze, Shiitake oder Portobello: Pilze stellen bei ihren vielfältigen Sorten einen ganz besonderen Einzelfall dar. Erst scheint die Unterscheidung klar: Da kaum jemand Pilze zum Obst zuordnen würde und vor allem die Verwendung in der Küche eher Ähnlichkeit zur Zubereitung von Gemüse hat, handelt es sich doch auch ganz klar um Gemüse, oder? Falsch gedacht!

Da Pilze botanisch gesehen nicht zu den Pflanzen zählen, weil Sie keine Fotosynthese betreiben und im Gegensatz zu Pflanzen hauptsächlich aus Chitin und nicht aus Zellulose bestehen, können sie demnach auch kein Gemüse sein.

So bilden sie nämlich zwischen Tieren und Pflanzen die ganz eigene Gattung der „Funga”.

Wie werden Pilze definiert?

Pilze werden auch Fungi oder Mycobionta genannt und sind Lebewesen mit Zellkern, bei denen über 100.000 verschiedene Arten vorkommen, die sich vor allem in Aufbau und Größe unterscheiden. Einen Großteil nehmen hier die Speisepilze ein, die uns als leckere sowie gesunde Nahrungsquelle dienen.

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Warum sind Obst und Gemüse so gesund?

Dass Obst und Gemüse zum täglichen Speiseplan eines jeden Menschen zählen sollten, steht außer Frage. Welche besonderen Inhaltsstoffe finden sich in den verschiedenen Sorten und wie viel Obst und Gemüse sollte ich täglich zu mir nehmen?

Inhaltsstoffe

Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe (Calcium, Natrium, Magnesium usw.) und Spurenelemente (Eisen, Jod usw.) sind für jeden Menschen überlebensnotwendig. Sie spielen nicht nur eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und beim Zusammenspiel von Nerven und Muskeln, sondern sind auch für den Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen notwendig.

All diese Komponenten kann der Mensch nicht selbst produzieren, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Da Obst und Gemüse besonders vitamin- und mineralstoffreich sind, zudem aber auch einen hohen Wassergehalt haben, sind sie ein besonders energiearmer Lieferant für diese Stoffe, sind gut für die eigene Gesundheit und können außerdem Krankheiten vorbeugen.

Auch Ballaststoffe sind in Obst und Gemüse vertreten. Diese sorgen nicht nur für einen längeren Sättigungseffekt, sondern regen zudem die Darmtätigkeit an und fördern die Verdauung. Außerdem wirkt sich eine hohe Ballaststoffzufuhr positiv auf die Blutzuckerwerte aus und senkt die Cholesterinkonzentration im Blut, wodurch auch das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes gesenkt werden kann. Als besonders gute Lieferanten gelten hier beispielsweise Äpfel, Bananen oder auch Rosenkohl.

Wie viel Obst und Gemüse sollte man täglich verzehren?

Als gesunden Richtwert kann man sich merken, dass laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung pro Tag mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse empfehlenswert sind. Hochgerechnet bedeutet das im Schnitt ca. 237 kg pro Jahr.
Aufgeteilt wird das folgendermaßen:

  • Obst: ca. 250 g pro Tag
  • Gemüse: ca. 400 g pro Tag


Als Maß einer Portion wird hier die eigene Hand genutzt. Eine Portion wird z.B. folgendermaßen definiert:

  • eine Hand voll ganzer Früchte (z.B. Äpfel oder Birnen)
  • zwei Hände voll kleiner Früchte (z.B. Erdbeeren)
  • eine Hand voll unzerkleinertes Gemüse (z.B. Tomaten)
  • zwei Hände voll Salat oder zerkleinertem Gemüse (z.B. Brokkoli)
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